BRAUN & CIE.Immobilien
Kapitalanlage Immobilie: klar gerechnet
Ratgeber · Kapitalanlage

Kapitalanlage Immobilie: klar gerechnet.

Rendite, Cashflow, Abschreibung, Denkmal und Neubau: wie Sie eine Anlageimmobilie in Dresden nüchtern bewerten.

Manfred BraunStand Oktober 2026 · 3 Minuten Lesezeit

Lage vor Rendite

Eine Immobilie lässt sich nicht verschieben. Eine gute Lage sichert langfristig Vermietbarkeit und Wert. Eine scheinbar hohe Rendite in schwacher Lage ist oft teuer erkauft. Dresden ist als Universitäts-, Forschungs- und Halbleiterstandort gefragt, entscheidend bleibt aber immer die einzelne Lage.

Die wichtigsten Kennzahlen

Die Bruttomietrendite ist die Jahresnettokaltmiete geteilt durch den Kaufpreis. Die Nettomietrendite berücksichtigt zusätzlich Kaufnebenkosten und nicht umlagefähige Kosten. Der Kaufpreisfaktor zeigt, wie viele Jahresmieten der Kaufpreis entspricht. Der Cashflow zeigt, was monatlich nach Zins, Tilgung und Kosten übrig bleibt oder zugezahlt wird.

Abschreibung

Für Wohngebäude beträgt die lineare Abschreibung in der Regel 2 Prozent pro Jahr, für vor 1925 gebaute 2,5 Prozent und für ab 2023 fertiggestellte 3 Prozent. Für Neubauten mit Baubeginn zwischen Oktober 2023 und September 2029 ist alternativ eine degressive Abschreibung von 5 Prozent möglich, unter bestimmten Bedingungen zusätzlich eine Sonderabschreibung.

Denkmal

Bei Denkmalimmobilien können begünstigte Sanierungskosten nach Paragraf 7i Einkommensteuergesetz acht Jahre lang mit 9 Prozent und vier Jahre lang mit 7 Prozent abgeschrieben werden. Voraussetzung ist eine Bescheinigung der Denkmalbehörde. Entscheidend sind ein erfahrener Bauträger und ein realistischer Sanierungsanteil.

Risiken

Leerstand, Instandhaltung, Zinsänderungen bei der Anschlussfinanzierung, gesetzliche Änderungen und die spätere Verkaufbarkeit gehören in jede ehrliche Rechnung. Es gibt keine garantierte Rendite. Steuerliche Fragen klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater. Manfred Braun rechnet Ihre Situation gern offen mit Ihnen durch.

Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung.

Häufige Fragen

Kapitalanlage kurz beantwortet.

Lohnt sich eine Immobilie als Kapitalanlage?

Eine gut gewählte Immobilie kann langfristig stabile Mieteinnahmen und Wertentwicklung bieten. Entscheidend sind Lage, Kaufpreis, Zustand und eine solide Finanzierung. Es gibt keine garantierte Rendite. Wir legen alle Zahlen offen und besprechen Chancen und Risiken.

Welche Risiken hat eine Kapitalanlage in Immobilien?

Leerstand und Mietausfall, unerwartete Instandhaltung, steigende Zinsen bei der Anschlussfinanzierung, gesetzliche Änderungen und eine eingeschränkte Verkaufbarkeit. Eine gute Lage und eine konservative Kalkulation sind der beste Schutz.

Was ist besser: Neubau, Denkmal oder Bestand?

Neubau bietet geringe Instandhaltung und eine erhöhte Abschreibung, Denkmal eine besondere steuerliche Behandlung der Sanierungskosten und Architektur mit Charakter, Bestand oft sofortige Mieteinnahmen und bessere Lagen. Die richtige Wahl hängt von Ihrem Einkommen, Ihren Zielen und Ihrem Anlagehorizont ab.

Was ist eine Denkmalimmobilie?

Ein Gebäude unter Denkmalschutz, das saniert wird. Die Sanierungskosten können steuerlich besonders berücksichtigt werden. Dafür gelten Auflagen der Denkmalbehörde bei Fassade, Fenstern und Grundriss.

Wie funktioniert die Denkmal-AfA bei Vermietung?

Nach Paragraf 7i Einkommensteuergesetz können begünstigte Sanierungskosten acht Jahre lang mit je 9 Prozent und vier Jahre lang mit je 7 Prozent abgeschrieben werden, insgesamt also zu 100 Prozent. Voraussetzung ist eine Bescheinigung der Denkmalbehörde. Bitte lassen Sie Ihre Situation von Ihrem Steuerberater prüfen.

Wie funktioniert der Kauf vom Bauträger?

Sie kaufen Grundstücksanteil und künftiges Gebäude in einem Vertrag beim Notar. Bezahlt wird nicht auf einmal, sondern in Raten nach Baufortschritt, die durch die Makler- und Bauträgerverordnung begrenzt sind. Sie zahlen also nur für das, was bereits gebaut ist.

Was ist die Bruttomietrendite?

Die Jahresnettokaltmiete geteilt durch den Kaufpreis. Sie ist ein schneller Vergleichswert, berücksichtigt aber weder Nebenkosten des Kaufs noch nicht umlagefähige Kosten.

Was ist die Nettomietrendite?

Die Jahresnettokaltmiete abzüglich nicht umlagefähiger Kosten, geteilt durch den Kaufpreis inklusive Nebenkosten. Sie zeigt realistischer, was die Immobilie tatsächlich abwirft.

Was ist der Kaufpreisfaktor?

Kaufpreis geteilt durch die Jahresnettokaltmiete. Ein Faktor von 25 bedeutet, dass der Kaufpreis 25 Jahresmieten entspricht. Je niedriger, desto höher die Rendite, oft aber auch das Risiko.

Was bedeutet Cashflow bei einer Immobilie?

Der monatliche Überschuss oder Fehlbetrag nach Abzug von Zins, Tilgung und nicht umlagefähigen Kosten von der Miete. Vor und nach Steuern betrachtet zeigt er, wie viel Sie monatlich zuzahlen oder einnehmen.

Madeleine BraunManfred Braun

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