Was ein Makler leistet
Ein guter Makler bewertet die Immobilie realistisch, bereitet Unterlagen auf, erstellt ein Exposé mit professionellen Fotos, spricht passende Käufer an, prüft deren Bonität, führt Besichtigungen, verhandelt und begleitet bis zur Übergabe. Viele Eigentümer erzielen so einen besseren Preis mit weniger Aufwand und Risiko.
Die Maklerprovision
Seit Ende 2020 gilt beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher: Arbeitet der Makler für beide Seiten, zahlen beide die gleiche Provision. Beauftragt nur der Verkäufer, darf der Käufer höchstens die Hälfte übernehmen. Der Maklervertrag braucht die Textform. Bei der Vermietung von Wohnraum gilt das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, bezahlt ihn.
Den richtigen Makler finden
Achten Sie auf eine Erlaubnis nach Paragraf 34c Gewerbeordnung, echte Ortskenntnis, nachvollziehbare Referenzen und eine realistische statt geschönte Bewertung. Fragen Sie, wer Sie konkret betreut und wie vermarktet wird. Ein auffällig hoher Preis im Erstgespräch ist kein gutes Zeichen.
Alleinauftrag und Laufzeit
Beim Alleinauftrag beauftragen Sie für eine bestimmte Zeit nur einen Makler. Das schafft Verbindlichkeit und verhindert, dass Ihre Immobilie mehrfach mit unterschiedlichen Preisen erscheint. Üblich sind einige Monate Laufzeit.
Ohne Makler verkaufen?
Ein Privatverkauf spart die Provision, kostet aber Zeit: Bewertung, Unterlagen, Anfragen, Besichtigungen, Bonitätsprüfung und Verhandlung liegen dann bei Ihnen. Wer den Markt gut kennt und Zeit hat, kann das schaffen. Für die meisten Eigentümer lohnt sich eine professionelle Begleitung.
Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung.





